Die Finisterre ist
leerer ungemütlicher Zwangslandschaften; sie ist voller Tafelberge. Ein
südlicher Tafelberg nicht weit von Ceachelle wurde von Kiite Aurele im
Juni 1888 einzelbesiedelt; der Philosoph ließ sich von Legenden um die
Letalität des Dortlebens nicht beeindrucken und baute ein Haus. Seit dem
13.3.1914 lebt er in der Stadt Aurele ohne umgezogen zu sein: die paar
Häuser, die später in seiner Nachbarschaft entstanden und sein altes
Haus bekamen das Stadtrecht. Der Tafelberg ist 222 Quadratkilometer
flach; Aurelius wusste schon 1888, dass er eine neue Stadt gegründet
hatte.
Die Hochebene von
Lxiour, nach wehrtechnischer Bearbeitung ebenfalls ein Tafelberg,
erlebte am 7.5.1616 eine hedonische Revolution gleichen sonders. Die
Verbindungen zum besetzten und bürgerbekriegten Flachland waren
unterbrochen, und nur noch punktuell über die Finisterre verteilt
existierte der Staat, dessen Funktionalität durch die Komprimierung
jedoch das Gegenteil von litt.
Die flachländische
Anomie mit der Endzeitstimmung im besetzten und überfremdeten Ceachelle
malgenommen war ein Kontrast zur durch die Hochebene von Lxiour
rollenden ruhigen Kugel. Die Konferenz der Besatzungsmächte am 2.8.1618
hatte nichts an Raubgut zu verteilen, da alles von wahrem Wert längst in
die tafelbergebene Hochsicherheit gebracht wurde. So wurde heiße Luft
aus Hass und Gehässigkeit ausgetauscht; die selbsternannten Sieger
gingen frustriert nach Hause, die Verlierer lachten.
Es war eine Zeit der
Leichtigkeit oben, und eine Zeit des Nihilismus der Freiheit brach unten
an: der fremde Kult wurde mit einem selten coolen Schulterzucken Anfang
November 1620 offiziell aufgegeben.
Psychopolitisch lief es so:
Mai 1616 bis Hochende 1617: Zerfremdung in Rokoko oben und Prä- bis Hochapokalyptik unten.
Ende 1617 bis Spätsommer 1618: Einsicht in die Nichtkunft der „Performance“. Ontopolitische statt religiöse Radikalisierung.
Herbst 1618 bis
Spätherbst 1620: Politische Anomie unten, essentialistische Opposition
zum Kult oben (diesmal konnte der Kult nichts mehr vereinnahmen); Anfang
November 1620 Abschied vom Kult.
Ende 1620 bis
1621/22: Leichtigkeit im Nihilismus der Freiheit. Nomanslandifikation
besetzter Gebiete. Konsolidierung des Kernstaates in Lxiour.
Nicht zu vergleichen
mit der seltsam moralgeladenen Konferenz der Ausbeuter und Räuber, oder
gerade zu vergleichen, weil das kontradiktorische Gegenteil, war die
Siegerkonferenz von Arenkord (5-9.4.1914), die für nicht weniger als die
beste aller Welten ordnungspolitisch den Grund legte.
Die Ordnungskonferenz von Reburt 4-8.5.1914) legte den Grundstein für die bis heute bestehende Weltordnung.