Freitag, 30. Januar 2026

X3S (1747-1756)

 




Der kurze und gewaltige Sommer des dritten (positiven) Xice: der Gewaltigensommer! Und wie sie ihn gönnten…


Teetrunken, steigerte sich das Jahr 1747 in Anbahnungen. Um den 20 Mai 1748 kann ein neues Alter der Zeit als angebrochen gelten: das Zeitalter des Guten, mit dem Xicesommer beginnend. Das eigentlich Eigentlichste geschah eigentlich schon bis Anfang Juli, das war ja das Eigentümliche eigentlich. Eigentlich noch gar nicht begonnen, war der Sommer des Xice bereits zum Hochsommer geworden. Höchstsommer wurde es aber später: Mitte November 1753. Das Jahr 1754 war eine Legende für sich, der Kernwinter 1754/55 wehte zwar Kälte, aber Anfang März 1755 wurde es edelst spätsommerlich. Mitte Juni 1755 hauchte der Hauch des Höchstsommers zum letzten Mal hoch, um am 23.7.1755 vom jähesten aller Enden verschlafen-ungläubig getroffen zu werden.


Es gibt zahlreiche Theorien über die Natur und das Wesen der energetischen Ladung der Noosphäre. So spekulativ sie sind, so real, greifbar, direkt fühlbar waren die Energien in jener Zeit.


Allein die Romane: Im November 1749 rockte J. Bierbad, schon im Mai 1750 K. Delaye, und Mitte Januar 1753 A. W. Eleveneigh den Zeitgeist mit den drei von drei wichtigsten literarischen Werken aller Zeiten in der Finisterre und dem gesamten Westen des Westens. Dunkle Charakterstudie von Bierbad, epischstes Historiendrama von Delaye und paradigmatischste Postapokalyptik von Eleveneigh: das alles in so kurzer Zeit. Und doch nur das fiktive Vorspiel zum realen Eigentlichen, das sich ab dem Spätherbst 1753 als ein Ereignis ereignete.


Im Oktober 1753 trat der Serienkillerroman erstmals in Erscheinung; erst 1773 schlug die Stunde des Fantasy-Romans, der dann, passend zum Xice-Winter und zur Lhinn-Erschöpfung in den 1780-ern und 90-ern die fiktive Eskapistik um die Wette mit dem postapokalyptischen Roman beherrschte. So als Exkurs.


Übrigens genug, zerstörten die Yuzen bei der Eroberung der nereasternen Quasistaaten im Krieg von 1290-1299 Gedon, die Quasihauptstadt der Noch-Nicht-Ornelier, welch sie sich ab der Gründung von Loreal am 29.12.1299 nannten. Sie lebten von da an fernab ihrer historischen Heimat, dafür aber in einem eigenen Staat. Bis in die 1420-er erlebten sie ihr erstes, introvertiertes Lhinn; ab 1428 griffen sie um sich und eroberten sich durchaus ein Reich, Machthöhepunkt waren im extravertierten Lhinn die Jahre 1453-1492. Von da an wurden sie vom Südosten her dejavuiert, und 1525 wurde Loreal zerstört. Der Staat blieb bestehen, auf ein Wenigstel geschrumpft. Im dritten, wieder introvertierten Lhinn ab 1558 verfestigten die Ornelier, von ihrer neuen Hauptstadt Zara ausgehend, ihre Identität. Die Venger machten 1599-1602 freie Bahn, auf der aber andere(r) Eroberungszüge rollten. Erst ab 1691, im vierten, oder zweiten extravertierten Lhinn, expandierte Ornelien wieder, und wurde bald als neue Seefahrernation zur Konkurrenz für die Kolonialmächte.


1755/56 wurde fast das ganze Land nicht nur erobert. Die Zerstörungswut verwunderte weltweit. Nur ein kleines bergiges Hinterland blieb; 1757-1806 war die Burgstadt Astor die Hauptstadt. Durch erst defensive und dann offensive (ab 1871) Zuhilfekunft aus der Finisterre konnte Ornelien bestehen; das fünfte, oder dritte introvertierte Lhinn (ab 1809) blieb halt quasi eben halt überschaubar sozusagen halt wie man so sagt halt eben, und quasi erst das sechste, oder dritte extravertierte Lhinn ab 1916 wies in eine standesgemäße Zukunft. Bis dahin wurde das Land auf seine Normalgrösse zurückerobert, die Extraversionsenergie setzte Ornelien als globale Mitordnungsmacht um.


Zurück zum Ende des Sommers: voller selbstgerechter Hybris griffen die Mächte des Banalen 1755/56 wo sie nur konnten an, und verwunderlicherweise war „Weil ich das kann!“ deren Leitspruch, bei Lichte besehen, viel grausamer als ein legalistisch verklausuliertes „Macht ist Recht“ im, nennen wir es ruhig mal so, Mittelalter.



Shaye Sh‘ye… (1707-1756)

 

m Südosten des Ostens ist tiefer, tiefster Dschungel; dass noch weiter südlich und südöstlich eine untergegangene Zivilisation existiert haben könnte, mayte für Odnakorowdzhan (1654-1712) zumindest be, aber Krizhenaidzhan (1699-1779), der sich besser auskannte, korrigierte es zu einem definitiven No.


Doch die Börsen in unseren Kolonialhandel treibenden Nachbarstaaten sahen es anders: nicht nur hielten sie an jenen Orten untergegange Zivilisationen für möglich, sie hielten auch ihr Untergegangensein für ein Gerücht. Sie hielten es für gut fürs Geschäft, ein angebliches Krung Thep mit 2116000 Einwohnern zu kennen und dort große Mengen wovon auch immer umzusetzen. Korrekte Angaben über Land und Leute standen aber von Anfang an in den Almanachen von Aprecido, und korrekt war: Wildes Land, keine Leute. Nicht einmal kaum Leute, nein, keine Leute, denn die Natur hatte dort offenbar kein menschliches Leben vorgesehen.


Bevor Land und Länder systematisch erobert wurden, war das Börsengeschäft mit gewissen Waren das Backbone der entstehenden Kolonialreiche. Als sich der letzte Hype 1754/55 auflöste, wurde wieder auf dem Kontinent angegriffen: der Ausraub tatsächlich existierender Länder sollte die verspekulierten Taschen füllen. Mehr Erfolg als erfundene Handlungsniederlassungen hatten Siedlerkolonien: siedlich und friedlich südlich gegenüber MV entstand eine bis heute wachsende Landesneugründung, welche allerdings bereits am 3.3.1721 nicht als kolonialer Besitz entstand (von Francesco Cucca (1690-1758) gegründet, bis zum Tod regiert) vielmehr gleich als ein neues Land. Spätere Versuchte, dies zu revidieren, scheiterten, und zwar bereits ab 1756 mit großer Unterstützung aus der Finisterre.


Der Ferne Süden war eine große Vielfaltifikation an kleinen Kolonien seit 1632, eine davon wurde Anfang Dezember von Ceachelle aus gegründet, musste aber schon 1643/44 von der Küsten auf einen 100km landeinwärts gelegenen Tafelberg geflüchtigt werden. Dort aber, auf einer angenehmen Höhe von 800 bis 1300 Metern über dem Umland, noch 300 Meter höher am Normalnull des Meeres gemessen, existierte sie bis 1770 ganze 127 Jahre lang in Isolation. Die Bevölkerung wuchs von 288 am Anfang bis 1616 am Ende, was die Lebensbedingungen auf dem nicht nur wasserreichen Tafelberg mehr als erlaubten. Diese natürliche Hochburg wurde dann auch zu einem entscheidenden Stützpunkt für die sechs Kriege zwischen 1830 und 1902, mit dem suboptimalen Ende für die räuberische Kolonialmacht. Heute ist der Tafelberg ein autonomes Gebiet eines coolen Landes.


Nordwärts ins Landesinnere wuchsen zahlreiche Kolonien, und ab 1759 vertrieben die großen Kolonialisationisten die kleinen undoder unabhängigen gewaltsam nordwärts. Die Anmaßung der Gesamtlandnahme mündete am 30.12.1830 in den ersten Krieg. Davon abseits, war es durchaus menschenmöglich, immer weiter nordwärts zu siedeln. Die Zinedi entstanden halt eben quasi sozusagen gewissermaßen auf gewisse Weise eben halt so halt eben als Volk: im September 1827 gründeten sie ihr eigenes Land, das seine Endgrösse 1916 erreichte.


Es wird aber nun zunehmend ultraexkursuistisch; darum das: Kurz und gut, nein, es gab keine Handelsniederlassungen in den exotischen Megastädten, weil es diese Städte nicht gab. Die Seehändler logen, bliesen Luftballons an den Börsen auf, und erklärten sie für zu groß zum Platzen. 


Bestand hatten auf nachhaltige Subsistenz bauende Siedlerkolonien. Die Kerier gründeten die Hälfte davon, die westlichen Südwestler ein Drittel. Einige wurden auch von den Landsleuten der Kolonialausbeuter gegründet, aber eher gegen die eigene Staatsmacht.


Die Ostküste des nördlichen Kontinents der Westhalbkugel wurde von ab- und unabhängigen Frechdachsen in Besitz genommen, die Gründungsphase dauerte von 1669 bis 1861 ganze 192 lange Jahre, und kaum breitete sich die Gier ins Landesinnere aus, schon kam für die Einheimischen Hilfe. 


Nicht unnun kannte auch nur die Ostküste verlässliches Wetter. Weiter westlich war das Klima unberechenbar, und Hurri- bis Hyperkane, durch die Beschaffenheit des westhemisphärischen Mittelbeckens verursacht, löschten nicht wenige der neu gegründeten Siedlungen aus. Die Einheimischen lebten darum schon immer ausschließlich nomadisch. Seit 1914 sind die Ostgrenzen klar definiert und alles Westliche gilt als unbetretbares wildes Land.




Tee (1741-1747)

 


Die meisten Staaten halten ein Quasi-Lhinn lang und sind nach fünf Generationen nicht mehr da. Ab zwei Lhinns ist es zu beginnen, nicht bloß von Quasi-Lhinns zu sprechen. Und es macht keine Sinn, in solchen Fällen von einem Igrendwaßenien oder Irdendwaßanien zu reden.


Tristan-Dar wurde zu Beginn des großen dunklen Lhinns zwischen zwischen Aria und Jibulat damals noch nicht gegründetem Coustanaille (gegründet 1731) und Aria gegründet, im Jahr 1691. Die allgemeine Lhinn-Vitalspannung wurde von den sich Zusammenrottenden absorbiert, das erste Quasi-Lhinn war extravertiert. Als natürliche Verbündete des westlich von Aria gelegenen Tegusziltea war Tristan-Dar eine ständige Gefahr für die Aren. Jihib kam immer wieder zu Hilfe. Tristan-Dar eroberte sich durchaus sein kleines Reichlein zusammen, und ging in den 1750-ein in die Defensive über. Das zweite, introvertierte Quasi-Lhinn ab 1806 war dadurch gekennzeichnet, dass die Könige sich damit rühmten, weniger Land verloren zu haben als ihre Vorgänger. Von den Aren um 1840 vassalisiert, um 1880 okkupiert und 1895 annektiert, existierte dieser Staat nur 204 Jahre und hinterließ keinerlei Kultur, war also vollständig epigonal.


Und nun zum Tee. Im August 1741 verunabhängigte sich die Graf- oder Wasauchimmerschaft von Magny Court. Da sich die Steueraufkommen aus diesem Mittelhochland mit den Loyalitätsbestechungsgeldern nur sehr beschönigt betrachtet die Waage hielten, tat Vienne cool: ok. Sofort wurde eine Verfassung verfasst, in der auch hieß: Unsere Nationalfarbe ist Deep Cherry. Unsere Nationalpflanze ist der DC-Beerenstrauch. Unser Nationalgetränk ist der Schwarze Tee nach dem Leen-Aprecido-Standard. Die Philosophie aus der Finisterre wurde nicht wertgeschätzt, die Tee- und Whiskykultur durchaus. Vaubeilles: Als die Philosophie der Dark-Tradition ihren Höhepunkt erreichte, war keine wertschätzenkönnende Augenhöhe mehr gegeben. Die Colochmeten und Kerier nahmen die Philosophietradition, die anderen mussten ihre Überlegenheit akzeptieren.


Magny Court hat sich otdeliert, das Land der Zustände hat sich (1745) prißojediniert, seine Bevölkerung wurde exploitiert und ein großes Steueraufkommen generiert. Ktomúzhe wurde Kunga-Ryanga nach einem Cudetá sachwatiert (1746). In Vienne wurde also registriert, dass das Imperium progressiert, also wurde auch südwärts napadiert, ohne das quasi dass eben halt reüssiert (ab 1747 quasi bis 1811 noch). Bergehalt, Schafe, Ziegen, wilde Menschen. 1602-1799 war das von den Vengern befreite und 1664 von den Vengern befreite Südostland des Westens glücklich zersplittert in bis zu 180 Staaten und bis zu deren Verfall; ab 1799 expandierte der Kaiser Noomachos dann von sich aus gesehen nordwestwärts. 


Èouè wurde 1741 odnim róschtschschtscherkom perá in Aouaouòou umbenannt. yuiza verunabhängigte sich von Sinpustan 1695, erst als Konföderation von 16 Monarchien, ab 1740 als Zentralstaat, was die soziale und kulturelle Entwicklung mehr als nur bremste. 


1731-1746 stieg der Konsum von schwarzen Tees in der Finisterre auf ein Allzeithoch. 1737-1746, insbesondere 1740-1746, wurde die ruhige Kugel nicht bloß geschoben, sie rollte von selbst. Es waren durchaus glückliche, später verklärte Jahre.


1743 fing die Finisterre erstmals an, sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, und zwar am Ende des erfolgreich bestandenen Zeitalter des Wahren. Das waren also kluge, vernünftige und konstruktive Beschützungen von Lesbien und Interlesbien zwischen Lxiour und Magny Court. Der Philosoph Xetter war enttäuscht, er wollte zusehen, wie die stärkeren Lesbien die schwächeren erobern und die Miezen dort [zensiert: explizites Lesbian BDSM], doch die Ein-Schloss-Staaten wurden in Schutz genommen, und mussten erst in den 1790-ern im großen Krieg evakuiert werden. Natürlich wurden auch lesbisch-lesbische Eroberungen beim gesicherten Zärtlichkeitszertifikat der Eroberinnen zugelassen, und [2000-Wort-starkes BDSM-Hauptstück des Textes zensiert].


1744-1746 war die gemütlichste Zeit überhaupt.Da war die Finisterre noch ein unbedeutender Kleinstaat, und nicht der Sigma State, der die Kolonialreiche weltweit zerstörte und die Grundlage für die Weltordnung im Zeitalter des Schönen (ab 1873) vorbereitete. Doch es buhn sich etwas an, und am 28.11.1747 stellte Alien Dark seine erste philosophische Schrift vor. Darauf folgte 1748 die Moralische Revolution und das Zeitalter des Guten begann.




The Priest (1694-1741)

 


I am the priest…“, wusste er schon 1694, und gründete darum die erste mystisch-essentialistische Kirche wegseits des alten Kultes. Are Fiine Higeilles wurde 1670 in Kitii geboren, das nur symbolisch existierte und nicht weit vom verlassenen Inii aus drei Häusern und einer Garage bestand. Die Garage war dann auch die Kirche. 


1740/41 war Higeilles der bekannteste Name der zeitgenössischen Theologie, und als er Ende August 1741 friedlich auf einem noch unbewohnten Tafelberg starb, wurde sein Leichgab zwar nicht angefasst, aber noch zwarer ein symbolisches Begräbnis in Lxiour gefeiert, an dem ein gefühltes Drittel der Bevölkerung der Finisterre teilnahm. 


Ja, halt eben halt, so war es halt eben: das zu Ende gehende zweite Xice produzierte Unmengen an ruhigen Kugeln, und das beginnende dritte Xice framtete es quasi sozusagen als Mystik. Ernsthafter gesagt: das Alogische war seit 1731 sowasvon Envogistan. Es war auch geil so, denn wir hatten wirklich eine nicht gerade gewesensreiche philosophiegeschichtliche Phase. Xetter war nicht nur im Nachhinein peinlich, und Nhieu dachte zu hoch für seine Zuleser. 


Man gründete aber auch nicht umsonst 1738 Rowereth und 1741 Rowthenerieth: die Cassiten zahlten viel, und sie wollten, dass auf dem betreffenden Land keine weiteren 200 Staaten entstehen. Das führte aber dazu, dass Rowereth und Rowthenerieth heute noch sektantisch-bäuerlich geprägt sind. Aber fucking egal. 


Es war eine Schlafenszeit; die alte, mit Archar Aristarch angefangene Denktradition erschöpfte sich, und der ganze politisch wohltemperierte Westen bequemte sich im Gemütlichkeitsdenken. Nur wir hatten anscheinend noch etwas zu beweisen; vielleicht, dass Inii doch existierte. Jedenfalls brodelte es gewaltig, als ob die Geburt der hochhöhendsten philosophischen Tradition aller Zeiten und Welten bevorstand und aus unserem Land kommen sollte (kleiner bescheidener Spoiler: genau so war es). 


Die Geschobenschaft der Kugel wurde in den 1720-ern immer ruhiger und übertraf die eigene Entspanntheit in den 1730-ern noch einmal locker. Spätsommer 1736 bis Herbst 1737 Seuche, da Natur nicht Kultur; Ende November 1737 das dritte (positive) Xice, da auch Kultur Struktur. Und es war Geilenkirchen!; maybe, die geilste Zeit des positiven Nihilismus, die je. Und dennoch… 


1916 wird etwas Megakrasses passieren: Die Philosophie und mit ihr der wissenschaftliche Diskurs der neuen Tradition wird ein Niveau erreichen, das in simulierten Welten nicht mehr hirngerecht verarbeitet werden kann: weiter Philosophieunterricht und die Physik und so weiter, vierte und fünfte Wand gebrochen, findet für Zhuang Jack zu Hause statt. Hier, wo nicht hier ist, nur noch Namedropping.  


Als aktiv mitschreibender Leser der besseren Weltgeschichte, fifth und fourth wall teilweise wieder aufgerichtet, narriert sich Zhuang Jack, und damit Seiner Ichischitizät mir, dass auf jeden Halt auf jeder Ebene die historische Mission des Priestes mit der ichisl betrachtet biographisch übereinstimmt: das Wayfaring nach „something better“. 


Die Höchstzeit des positiven Nihilismus der Finisterre war eben halt halt eben nur gut, aber nicht besser mit Transzendenzhorizontoffenheit für das noch Bessere. Und sie verbrachte eine legendäre Nacht der ruhigen Kugel (1741-1746), bevor sich der Nihilismus in all seinen Facetten und Fassaden für immer auflöste, denn es brach das Zeitalter des Guten an (1748-1873).


"...for something better".*


*Das Satzzeichen hier am Ende wäre in höherer Sprache ein Sanftpunkt: ein Punkt-Punktpunktpunkt-Zwischenium.

Sonntag, 18. Januar 2026

Simply what I open (1687-1755)

 

 

 

In der Nigxoree: schon 1681/82, in der Finisterre bereits 1672: das erste neuzeitliche Lhinn. Das Licht wurde exitiert, die Nacht geentert. Los also ging es.


Endhold Stockinger prägte die Bezeichnung „Dark Lhinn“ für dieses Zeitalter, und ab 1687 rockte es heavy: Hiite Nin:inii gründete, basicaly, das westliche Colochmetien, und zwar am 28.11.1687 in Julienne. 


Als Keria 1688 aus seinem Winterschlaf aufwachte, war es der größte von insgesamt über 7000 souveränen Staaten im Norden; viele Staaten bestanden aus einer einzigen Insel, aus einem einzigen Haus, mindestens 400 hatten durchgehend die Bevölkerungszahl von 1.


Ende 1690 halt eben halt, begann die historische Heimat von Greder Maccaffedree halt eben, halt eben halt ihr koloniales Weltreich zu errichten.


Die Cassiten nahmen am 4.8.1696 Reburt ein, das ab dem 4.10.1664 von Vienne okkupiert, aber noch nicht annektiert war. 


In der Owenkiya entstand das erste nordöstliche Reich nach der auf den Tod Bodoncars folgende Zersplitterung (was für den Nordosten aus logistischen Gründen nur Auflösung bedeuten konnte).


Über den weiteren Verlauf der Weltgeschichte wurde alles und ällesser in exzellenten Büchern und leider geilen Dökü mehr als gesagt, hier geht es halt nur eben halt quasi um eine sozusagen geistesgeschichtliche Einordnung.


Die dritte Phase des Dark Lhinn endete im Wesentlichen 1755, und die Welt war energetisch gefühlt im Spätsommer 1755 eine andere als noch im Frühjahr.


Doch wo existierten Xicii? Nicht Xice-unterstützt, erschöpft sich ein neues Lhinn schnell. In Jibulat, Aria und Tegusziltea war das der Fall. In Keria begann ein neues, positives Xice, 1731, das neue (introvertierte) Lhinn war schon 43 und in der beginnenden Mittelphase. Keria wachte also sehr langsam auf, hatte aber auch nichts zu befürchten.


Preteria und Vienne als überzivilisierte dynastische Dekorativkulturen glätteten ihre Xicii, ließen keine kulturellen Jahreszeiten mehr zu. Von 1664 bis 1737 herrschte im Mittelwesten eine gemütliche machtpolitische Ruhigkeit; es gab nach den endlosen Kriegen des 17. Jahrhunderts keinen weiteren Konfliktbedarf, zumal die Pufferzonen im Westen, Norden und Nordosten des Mittelwestens derart unerschlossen waren, dass auch dort souveräne Staaten aus nur einem Haushalt entstanden bzw. halt eben quasi halt weiterbestanden.


Bei den Cassiten war ab 1685 „pervers“ das neue „geil“, und sie fanden es extrem pervers, von unzähligen souveränen Staaten, die oft nur halt quasi eben halt nur aus einem Hofe bestanden, umgeben zu sein.


1753 war das weltweit staatenreichste Jahr weltweit, allein im Westen über 12000. 


…und so war keineswegs Eskapismus, was Eskapismus genannt wurde. „Die Welt ist gut, das Leben ist gut“, sagte der unhörnerlose Babay Akenhazhd 1749 zu Aprecido auf einer Schafsweide bei Hiscoutchouille (klingt banal, weil übersetzt, aber es hat durchaus Nuancen); „Ha ha ha ha ha!“, lachte der Senatspräsident zustimmend, „Vielleicht in der Hölle wird man keinen Rückzugsort haben, wenn man nicht mehr kann, und angegriffen, wenn und gerade man nicht um Macht kämpfen will, aber nicht in der Realität“. 


Bei aller Politik und Gewalt: die Gegner der Besten waren auch die Guten, was nicht relativierend gemeint ist: Selbst die Serpedier waren noch basalmoralisch mindestens auf der Schwarzen Null.




Zweites Lhinn der Finisterre:

Juli 1672. Initiation 

Januar 1696.  Expansion

März 1727. Konsolidation

August 1755. Desintegration 

Mai 1779. Exhaustation

Sonntag, 11. Januar 2026

Die goldene Mitte (1731-1737)

 


 Die Serpedier sind im Grunde die Sin des Westens. Ende 1660 gründeten sie ein neues Reich des Kretschens östlich von ihrer Ausgangsheimat: die Hauptstadt war nun Tegusziltea. Und sie wollten gleich weiter nach Osten und Südosten expandieren. Das Vengerreich, von dem sie sich abspalteten, und von dem sie einst erobert wurde, hielt noch knapp vier Jahre, in denen sie sich nicht weiter nach Westen trauten. Aber ab Herbst 1664 waren alle gegen die Venger siegreichen Armeen der westlichen Königreiche wieder feindlos. Im Osten lagen Aria und Volcon.


Die narrativ parteiische, politisch nicht neutral erzählte Darstellung wird den Büchern von Juri Blagovosmezdnych (1720-1768) und Anomalokaris Ivanauskas (1828-1906) folgen. 


In den ßugroben von Aria und Volcon war es zu kalt für Angriffsarmeen, und die Verteidiger hatten es sehr gemütlich. Die Kälte schützte das noch nicht erstarkte Land der Aren, die Serpedier zogen in die Südöstlichen Steppen feld. Zeitgleich griffen die Serpedier und die Sin das Stammesland von Jihib an, deshalb hat Jibulat Hörner. Zur Verdeutlichung: Jihibs Reiter haben so um 1700 die Serpedier und die Sin gleichzeitig geschlagen. Zur weiteren Pleonastik: die Serpedier und die Sin waren um 1700 extrem gierige und skrupellose Eroberer. Das waren im Grunde Banditenheere: nicht durch Ideale, vielmehr durch pure Raublust verbunden. Sie zogen unzählige Verbrecher und Söldner in ihren Bann, und nach dem Kollaps des Reiches der Venger 1664 gab es dieses Gesindel mehr als im Überfluss.


Jihib war wild und hatte von noch Wilderen Hilfe: aus Rox-Èouè (Aouaouóou), aus den nordöstlichen Steppen (direkte Nachkommen Bodoncars!). Neverthelessenstenstotrotz waren die Verteidiger der Steppe in Unterzahl und weniger gut bewaffnet. Sie waren aber mutiger, intelligenter, klüger, schlauer, wilder, schöner, crazier, besser.


In Jibulats Geschichtsbüchern nimmt diese Zeit 80% der Erzählung ein. Und auch die Aren haben Unliteraturen und Unkritiken darüber verfasst: einfach lesen. Hier wird es um die Entstehung der Lunaren Trias (Alien Dark, 1774) zur Behemmung der Zu-Guten (Finisterre, Westcolochmetien) und der Zu-Schlechten (Serpedier vor allem) gehen; die Kategorien sind ethikoästhetisch nach Hiite Ingret und Kiite Aurele. Sprich: das Sechste Piedestal vereinte sich zu einer Lunaren Trias: Preteria, Vienne und Aria  begründeten im Westen das Zeitalter der Goldenen Mediokrität (grob das 18. und 19. Jahrhundert).


Die Aren waren ein vortreffliches Volk (5. Piedestal nach Aurele), vergemütlichten sich aber, und wurden zu einer tragenden Säule des 6. Piedestals. Das 6. Piedestal ist Schatten-Lilith bei wohlgeratener Ummondung der Sonne (moralisch im Grunde gut). John Deader im fernen Westen und Jihib im fernen Osten waren Zeitgenossen, aber Jihibs Volk war vormoralisch wild, also schossen sich die Mächte der Mitte auf die von ihm besiegten Serpedier ein.


Ende 1732 wurden philosophische und theologische Gelehrte aus der Finisterre in Aria empfangen, und zuerst gelobt, aber als sie sich als zu exzellent erwiesen, wieder heimgeschickt. Sie gingen, das Ressentiment blieb. Jihib war im selben Jahr gestorben, aber sein Steppenreich zu groß und die Hauptstadt Jibulat zu weit weg. Nach Süden zu expandieren war opportun: da ging gerade ein Imperium unter. Vom Westen drohte Gefahr: die Serpedier formierten sich neu und wollten nun, wo mit dem wärmeren Wetter die ßugroben tauten, Volkon und Aria erobern. Da traf es sich, dass die Könige in Vienne und Preteria die Serpedier ebenso fürchteten. Es rottete sich zusammen, was zusammengehört: das 6. Piedestal im dschiheiligten Kampf gegen das 5. und 7., welche allerdings nicht miteinander verbündet waren. Deader sagte 1720: die Kavallerie aus Vienne wehren wir nur ab, wenn sie kommt, die Schurken aus Tegusziltea würden wir aber verfolgen und vernichten. Für die selbsternannte goldene Mitte war aber das Bessere und das Schlechtere gleich gefährlich*.


Bis 1737 wurde eine neue Ordnung im Halbosten des Westens form(ul)iert; am westlichen Ozean aber strebten Seereiche auf, erforschten und kolonisierten die Welt.



Theodor Besvosmezdnych (1769-1830) komponierte 1809 das satirische Stück "Undaber das Ei ist in der Mitte". Er sagte kurz vor seinem Tod voraus, dass Keria aus dem Winterschlaf erwachen und Volcon erobert wird, während die Aren das Großreich verlieren und auf einen kleinen Staat um Aria herum zurückgeworfen werden, was ihnen nur zum Besseren gesunden wird. Alles bewahrheitete sich (1911-1914).

Fremde Agonie (1707-1734)

 


Preteria um 1600 und Vienne um 1650 waren inkroyable Kulturhochburgen. Letztlich siegte ihr kulturelles Kapital gegen die Militärmacht der Venger. 1599-1664, insgesamt 64 Jahre und knapp 12 Monate, kämpfte der Bund der alten westlichen Königshäuser gegen die vengrischen Alsobbarbaren. Es war natürlich komplizierter, und kein Geschichtsbuch kennt einen vom 8.11.1599 bis zum 4.10.1664 datierten Krieg.


Die Jahre von 1665 bis 1707 waren Jahre der Dominanz von Preteria und Vienne, wobei zunehmend Vienne. Die Dekadenz ließ aber nicht auf sich warten. Sie dauerte dann auch lange, weil die Situation beschönigt, die Konsequenzen künstlich abgemildert und die Staatskassen mit dubiosen Methoden gefüllt wurden. Angriffskriege und Beihilfe zum Kolonialismus der Seemächte hielten die immer weniger natürlichvitalen Gesellschaften am Laufen. Der Verfall kam auch nicht plötzlich, weil ein militärisch starker Feind fehlte. Die Venger erkämpften im ersten der sechs Kriege gegen Vienne ab 1848 ihr eigenes Land zurück, und eroberten im sechsten 1912 Vienne. In ferner Zukunft also, von 1707 aus gesehen.


Die Eigenbezeichnungen der Staaten werden übrigens absichtlich ausgelassen, um keine toxischen Narrative zu transportieren. Es gab und gibt im Westen keine Völker im neunzehntjahrhündertlichen Sinne, also bleiben wir bei den Hauptstädten und Königshäusern. Und die Zeit ab 1708 wurde um 1850 in Preteria „das große Gestehe“ genannt. 1750 war das große Jahr der historischen Reflexion in der Finisterre, 100 Jahre später war es in Preteria und kurz darauf auch in Vienne so weit. In der Finisterre wurde 1750 heiß diskutiert, was ab 1613 alles schief gelaufen ist; in Preteria und Vienne wurde nachgetrauert, wie „leider geil“ alles vor auch ungefähr 150 Jahre war, und warum es sich von Jahr zu Jahr nunmehr vernichtsogeilte.


1717 war ein akademischer Abschluss der Universität von Vienne hochwowitabel, 1773 nach Alien Dark bereits „subaltern“. Um den geistigen Verfall wird es nach diesem langen Vorwort also nun gehen.


1709 strotzen die Gelehrten aus Vienne vor Arroganz, führten ihre fremdländischen Schüler sophistisch vor. Doch es war nur dem Unklugen unklar, dass das akademische Gerede der Sichselbstgernredenhörer meist nur heiße Luft war, während die unbeholfenen Systemversuche metaphysikmüder aber nicht denkfauler Leider-Noch-Epigonen aus der Finisterre viel mehr Kraft und Substanz hatten. 


1730-1733 wurde in Preteria gegen Philosophen aus der Finisterre regelrecht gehetzt, weil die geistigen Mittel nicht mehr ausreichten. Und, das Witzigste: es passierte an einem geistigen Tiefpunkt der Finisterre. Die Schere öffnete sich von da an immer weiter zu unseren Gunsten.


Ein Beispiel: Xetter wurde hofiert, Nhieu isoliert; Xetter passte zum Narrativ vom wilden Volk, das nicht nuanciert denken konnte, Nhieu war klüger, gedankenschneller und reflektierter als seine Professoren, und es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. 


Aber die Wirklichkeit lässt sich nicht verarschen. Schon im 17. Jahrhundert kam nichts geistig wertvolles mehr aus Preteria, schon im 18. nichts mehr aus Vienne. Die Philosophie und Geisteswissenschaft der kolonialistischen Seefahrerstaaten war um 1700, wie auch die Naturwissenschaft, weit überlegen. Der Westen bestand weiter als ein mehr oder weniger einheitliches Konzert der Könighäuser, nur dass das Machtzentrum sich zu den Seemächten hin verschob.


Aber! Was ist mit dem prachtvollen Konzert der Kaufhäuser? Im Grunde auch nicht viel, denn dieses war wiederum von einem Konzert der Konzerne (der Kolonialreiche) abhängig.


Von Osten her stabilisierten zwei Großreiche die Arena: die südliche Despotie seit 1602 verschwächt, die nördliche seit 1660 verstärkt (nach dem Abfall der östlichen Vassalen von Vengria). Wetterbedingt war es dem Norden des Westens lange nicht möglich, südostwärts für Ordnung zu sorgen, wie sich das gehört, also wurde von Aria und Volcon aus für Ordnung gesorgt, wie sich das nicht gehört. 


Zu solchen Vereinfachungen sei gegriffen, weil die Verhältnisse extrem komplex waren. Allein was in Reburt und Liine "so los war", ist kein Stoff für eine Fernsehsendung, und würde auch den Rahmen eines Zeitschriftartikels sprengen.




Eighnx Xetter (1677-1746)

Der Kritiker von Kjelde und Gravelaine behauptete, die existenzielle Unsicherheit sei nur eine Ausrede für hypohedonische Naturen. Dagegen stellte er seine Naturalphilosophie, die aus der Erophysik und der Erochemie bestand.

Xetter verwarf den negativen Hedonismus der Vermeidung von Leid und Übel als einen falschen Trost für Schwache und betonte, dass gerade in der Zufügung von Leid die größte Quelle der Lust liegen kann.

Die kulturelle Entwicklung nach 1737 schien ihm recht zu geben, und da er die moralische Revolution von 1747/48 nicht mehr erlebte, starb er in diesem Glauben.



Seech Nhieu (1690-1752)

Der radikale Skeptiker ging über Gravelaine hinaus und versuchte, eine Wissenschaft vom unmöglichen Wissen zu entwickeln. Er hielt alles Wissen nicht bloß für vorübergehend, sondern für in der Zukunft als falsch erwiesen, und daher schon heute falsch: etwas Falsches könne auch nicht vorübergehend wahr sein.

Den Glauben bezeichnete er als Willkür, und daher aus intellektueller Redlichkeit zu verwerfen.

Die Aufgabe des kritischen Denkens sei nicht bloß zu hinterfragen, sondern endgültig zu falsifizieren. Darin sah er nicht die Auflösung wissenschaftlicher oder ontologischer Weltanschauungen, sondern die Befreiung des Geistes von unabweisbaren, aber sinnlosen Fragen.