Donnerstag, 3. April 2025

Lhieh 5: Selbstverständliche Grundordnung

 



In einer negentropischen Welt fügt sich das Niedere dem Höheren: nicht aus magischen Gründen, sondern, weil je höher ein Wesen, umso mehr Freiheitsgrade hat es. In vorwissenschaftlichen Zeitalter war dies nicht so selbstverständlich erkennbar bzw. hatte das Paradigma des Logizismus keine Dominanz, und somit war die magische erklärungsweise die geläufige.

Die höheren Freiheitsgrade edler Königinnen und Krieger wurden als magische Kräfte verstanden: selbst Ende 1799, als in der militärisch besetzten und von den tainchinischen Besatzungstruppen akribischst kontrollierten Stadt Aniaine Ultrabeauties und Ultracuties nach Lesbia verschwanden, wurde dies als Wunder der Queen of Nectée Julika I zugeschrieben, die nachweislich nichts mit der ursprünglichen Miezenakkumulation in Lesbia zu tun hatte, und nur die hochedlen nicthinischen Miezen & Mädchen vor Adelszwangsverbürgerlichung durch neue revolutionäre Staatsordnungen schützen wollte.

"Wer schöner ist, gewinnt", ist ein Spruch, der sowohl magisch interpretiert als auch wissenschaftlich durch höhere Freiheitsgrade erklärt, zutrifft. Das Feinheitsbewusstsein der Ultrabeauties und die ängstliche Zartheitlichkeit der Ultracuties, multipliziert durch zartheitliche Mädchenik gegenseitigen Beschützens, sorgte im Verlauf der Geschichte fortwährend dafür, dass hochfeine Miezen nie militärischen Eroberungen zum Opfer fielen, sondern nur dann gefangen wurden, wenn ihre eigene Lustangst die Gefangenschaft sollizitierte: wohlgemerkt landeten sie dadurch nie bei männlichen Eroberern, sondern stets in Schlössern und Burgen lesbischer Naschkatzen.

Lhieh 4: Jetztifizienz

 



Das Jetzt jitzt: es bricht wahrerweise real ein (der Qualität nach wahr), ist wirklich (der Modalität nach gut), und geschieht einem einzelnen Bewusstsein (der Quantität nach schön). 

Vergeht das Jetzt, wird es zum allgemeinen Ereignis (der Quantität nach wahr), wirkt kausal auf das Später ein (der Relation nach gut), und limitiert den Möglichkeitspool an Ereignissen rückwirkend auf das, was geschehen ist (der Qualität nach schön).

"Das ist die Realität" bezeichnet somit im jitztenden Jetzt die Wahrheit der unmittelbar Seienden und durch den Singularitätspunkt in der Zeit vermittelten Punkt, der schon durch seine Feststellung entflieht und zum allgemeinen Ereignis der Vergangenheit, durch viele mögliche Perspektiven vermittelbar, entgleitet.

"Das Leben ist schön" bezieht sich im jitztenden Jetzt auf das direkte Erleben der Unmittelbarkeit der Zeit durch das Subjekt, und rückwirkend auf die Einzigartigkeit eines als beliebig unwahrscheinlich darstellbaren Ereignisses.

Das unmittelbare Erleben und die subjektive Reflexion über das Jetzt bilden den narrativen Spannungsbogen der Subjektivität. 

Intersubjektiv, kulturhistorisch, besteht die Narrativität der assertorisch festgestellten Ereignisfolgen in den Zusammenhängen zwischen subjektiven Perspektiven und dem gemeinsamen Bezug auf objektive Ereignisse und Folgen, welche wiederum mit dem metakulturellen ahistorischen Ding an sich der mathematischen und natürlichen Weltgesetze zusammenhängen.

Reduziert die Geschichtsschreibung objektive Ereignisse auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten, verliert sich die kulturelle Relevanz der Historizität in abstrakter Beliebigkeit der Rückschau auf nicht realisierte unendliche Möglichkeiten (Geschichte als Experiment: diese Betrachtung wird in den entropische Welten simulierenden Zwischenwelten relevant).

Lhieh 3: Die ontologische Trias

 



Das Wahre bricht als Realität ein (Qualität), es ist ein allgemeines Ereignis (Quantität), es kann alles Mögliche sein (Modalität): Wirklichkeit oder zufällige Existenz (Relation).

Das Gute ist durch den Unterschied bestimmt: es ist tätige Dihairesis (Qualität). Daher ist es stets eine besondere Handlung (Quantität), eine Tat, durch aus Freiheit bestimmte Kausalität wirkend (Relation), und wirklich im Sinne eines assertorischen Urteils (Modalität).

Das Schöne ist weder pures Sein noch die unterscheidende Negation, sondern vortreffliches, zum Vollkommenen limitiertes Sein (Qualität) eines einzigartigen Einzelnen (Quantität). Als absoluter Selbstzweck der Welt, als Antwort auf die Frage, warum überhaupt etwas ist und nicht nichts, ist das Schöne absolut notwendig, seine Existenz ein apodiktisches Urteil (Modalität). Es ist weder abstrakt-allgemein da noch Produkt einer Handlung, sondern ein gemeinsam erlebtes Quale, in der Verbindung seiner Betrachter seiend (Relation).


Lhieh 2: Iddebunkinanz

 



Mythen zu debunken ist wie bei Liebesgeschichten die Mieze staatsanwältlerisch zu defragieren, wie exakt und genau diese ihre geliebte Maus kennengelernt hat: natürlich haben Geschichten immer eine narrative Ladung und die Ereignisse und ihre Folgen können nicht auf bloße causae efficiens reduziert werden.


Es gehisiert käumlichst darum, nachzuweisen, dass es die Stadt Inii nie gegeben hat oder dass der magische Krieger Kyuwimhonn nie gelebt hat. Die Geschichten der Venger definieren sich allein durch ihre symbolische Kraft, und Zahlenangaben sind eher ästhetisch als protokollarisch zu deuten. Die Jahresangaben der Gründung von Reburt: 560, 229 oder eben auch das absurde Minus 551360, sind sprachliche Mittel, der indeskribablen Bedeutung dieser Stadt gerecht zu werden.


Was können wir an der Zeit zwischen 222 und 1102 historisch festhalten? Staaten gab es nicht, aber Völker schon? Wandervölker, Vogelvölker, Wolfsvölker? War die Trennung zwischen Mensch und Tier noch nicht klar? 


Dass die Urvenger wohl mit den Wölfen lebten, ist historiokritisch nicht zu bezweifeln, zumal es auch heute Volksstämme gibt, die in Wäldern und Gebirgen nicht nur sich selbst erwolfen, sonderneben äuchlichstens Wölfe in ihrer Gemeinschaft haben. 


Und wie äußerte sich der Übergang zwischen vorstaatlichen Gemeinschaften und staatsbildenden Zivilisationen? War der Asteroideneinschlag von 1102 die Ursache oder nur ein Symbol für den Übergang? Gewiss wurde es in den Jahren danach kuschelkalt, doch eine Klimaveränderung verursacht nicht monokausal einen Wandel von Nomadentum und Gelegenheitssesshaftigkeit zu festen staatlichen Strukturen.

Lhieh 1: Espaltiation

 



Zahlen sind oft wie Kätzchen: spielfreudig. Von 222 bis 1102 sind 880 Jahre vergangen, rechnen wir nochmal 880 Jahre dazu, landen wir im gar nicht so historischen 1982. Das ist einleinlicher Punkt in der Zeit, welchifikanter ungefähr die Geschichtsschreibung von aktiv auf passiv umsattelt: wir schreiben Geschichte nicht mehr, wir betrachten sie, und wähnen uns an ihrem Ende.


Da es sich bei dieser Welt nicht um eine entropische Welt handelt, kann die Geschichte tatsächlichly an ihr Ende kommen, denn sie wäre ansonsten ein sinnloser zyklischer Kreislauf. Von 1981 bis 1997 datiert sich im Dorcor-Kalender die negentropische Endzeit.


Das Lhieh des Wahren scheint eine vorstaatliche Zeit gewesen zu sein, ab 1102 entstanden Zivilisationen, um das Lhieh des Guten zu verwirklichen, und seit wenigen Jahrzehnten eröffnet sich uns das Lhieh des Schönen, was an der exponentiellen Expansion der zartheitlichen Miezifizienz durchaus deutlich erkennbar isr.


Doch wie wird das Lhieh des Schönen, unser drittes 880-jähriges Zeitalter, enden? Oder wird die Zeit, die kulturelle zumindest, sich in der Ewigkeit des Schönen selbst abschaffen?


Dass sich die historische Geschichte der Welt, die Kulturgeschichte, in diese Trias espaltierte, scheint einer Gesetzmäßigkeit der ontologischen Trias zu folgen, die bereits von den ersten Zivilisationen philosophisch erschlossen und ästhetisch entdeckt wurde.

Lhieh 0: Urspringen

 



Was ist die Geschichte einer Welt? Natur-, Strukturgeschichte, doch welche Parameter und Institutionen sind relevant? Wenn der Zweck einer Welt das sich in dieser entfaltende Bewusstsein ist, fähig zum Wahrnehmen, Unterscheiden und Qualia teilen (Voraussetzungen für das Wahre, Gute und Schöne), dann ist Weltgeschichte vor allem Kulturgeschichte.


Kam als erstes der Kalender? Am 1.9.222 nach Dorcor-Zeit fängt der erste bekannte Kalender an, aber warum ist die Welt dann schon so alt? Was passierte im Jahr Null? Die Geschichte des Planeten umfasst Jahrmilliarden, die Fauna existiert seit Jahrmillionen. Und das Bewusstsein kam hauchweise aus transzendenten Welten vor 1800 Jahren? Waren menschliche Bodies davor unbeseelt?


Warum heißt der Tempel des Westens des Lichts Tempel Nr. 17? Wo liegen die ersten 16? Warum gibt es nur den Westtempel, und warum liegt er im Osten? Wenn das Wort der Hauch der Beseelung war, dann hieß das erste Wort wahrscheinlich Lhieh, und war eine Einheit aus unmittelbarer Wirklichkeit, Tat, Gefühl und logischer Seinsbejahung.


Keine ernsthafte Zivilisation ist in den Jahren vor 1102 bekannt, es existieren nur Legenden. Kitii und Inii wurden weit vordatiert, weil zu Beginn der Verwissenschaftlichung historischer Narrative nicht ebenjene narrative Kraft, sondern das hohe Alter den Glaub und die Würdigkeit an eine respektierenderweise einer Kultur unterstreichen sollte.


Die Stadt war vor dem Tempel nicht da, wann wurde Dorcor gegründet? Der Kalender diente als Leitfaden zum Tempelbau, gab es also noch lange nach dem 1.9.222 keinen Tempel? Was ist der Westen für das Licht überhaupt?

 

 

 

2.11.1799. Jk I
9.3.1809. Ae I
4.8.1816. Aq I
3.6.1824. Hi I
12.4.1827. Cs I
31.1.1831. Aq II
28.8.1832. Li I
11.2.1836. Li II
1.5.1839. Li III
23.3.1841. Hi II
24.7.1848. Ps I
4.4.1856. Cs II
21.2.1860. Le I
7.7.1868. Aq III
8.11.1872. Ki I
19.12.1879. Ps II
28.12.1883. Jl I
12.6.1888. Ce I
9.2.1895. Jk II
28.10.1899. Ce II
25.6.1906. Jl II
3.7.1912. Ce III



X.x.1958. Le V
3.4.1961.





30.4.1985. Hi III 
12.2.1988. Jl III



27.7.1997. Ae II
23.9.1998. Ps III
5.12.2005. Ju I
18.10.2007. El I
28.10.2011. Ce IV
27.2.2014. Jk III 
9.9.2016. Ar I
5.6.2021. Ei I
16.10.2025. Ki II